Klosterhof 3, 55595 Sponheim

sponheim_kirche

Die Sponheimer Kirche gehört zu den bedeutensten Klöstern der linken Rheinseite, dessen Trümmer noch heute sichtbar sind. Gegründet wurde das im Jahre 1124 fertiggestellte Kloster durch den Grafen Stephan zu Sponheim und nach seiner Fertigstellung dem Benediktinerorden übergeben. Bei seiner Gründung wurde das Kloster reich beschenkt und erwarb neben zahlreichen Weinbergen auch viele Besitztümer im ganzen Gebiet bis hin zur rechten Rheinseite. Auch besaß das Kloster wertvolle gottesdienstliche Geräte und Reliquien, wie auch einen besonders wertvollen, edelsteinbesetzten Abtshut.

In den folgenden Jahren konnte das Kloster aufgrund Mißwirtschaft seine Schulden nicht mehr bezahlen und musste einen Großteil seiner Besitztümer verkaufen.

Entsprechend des Grundsatzes der Benediktiner "ora et labora" wurden die Mönche im Kloster Sponheim neben ihren gottesdienstlichen Übungen zur Arbeit angehalten. Sie unterrichteten in der Klosterschule neben den Klosterzöglingen auch andere Jüngling in sieben freien Künsten. Auch unterhielten die Mönche ein Hospital bei dem Kloster, in dem Arme und Kranke stets liebevoll aufgenommen wurden.

Bei der täglichen Klosterarbeit wurden die Mönche von dienenden Brüdern unterstützt, die unter Anleitung der Mönche Bauarbeiten erledigten, Ländereinen bewirtschafteten und sich um das Vieh des Klosters kümmerten.

1483 wurde Trithemius im Alter von 21 Jahren zum Abt des Klosters gewählt. Trithemius war im selben Jahr auf der Reise von Heidelberg in Richtung Trier nach Sponheim gekommen, während er wegen eines Schneesturms im Kloster Schutz suchte und Unterschlupf fand. Er blieb in Sponheim und wurde Mönch. Der hochgebildete Abt Trithemius versuchte seine Mönche im Klostergeist zu erziehen und erweiterte die Klosterbibliothek um eine Vielzahl kostbarer und seltener Werke, sodass die Bibliothek schließlich in ganz Deutschland Ihresgleichen suchte. So wurde das Kloster Sponheim zum Anziehungspunkt für Fürsten und Gelehrte. Die Mönche teilten Trithemius' Liebe zu den Wissenschaften jedoch nicht und empfanden auch die prominenten Besuche als eher störend, bis sie schließlich auf die Absetzung ihres Abtes sannen. Trithemius verließ Sponheim sodann in Richtung Würzburg, wo er viele Bücher schrieb und 1516 starb. Viele Menschen hielten Trithemius für einen Zauberer und erzählten einige Sagen über seine Zauberkräfte.

 

Der Schutzpatron - St. Martin

sponheim_patron

Der Schutzpatron der Sponheimer Kirche ist der Heilige Martin. Er wurde um 316 in Sabaria (Pannonien) geboren und ist auf einer Seelsorgereise am 8.11.397 in Candes gestorben. Als Soldat teilte Martin seinen Mantel mit einem frierenden Bettler. Nachdem Martin mit 18 Jahren die Taufe empfing, gründete er 375 das Kloster Marmoutier, welches eine bedeutenden Schule für Bischöfe wurde. Außerdem war Martin bekannt für sein strenges, asketisches Leben, seinen Gerechtigkeitssinn für die Not der Armen und als Wundertäter. Der Heilige Martin ist unter anderem der Patron des Bistums Mainz, der Reisenden, Bettler, Soldaten und Reiter. Das Patronatsfest wird am 11. November gefeiert.

 

Weitere Bilder

sponheim_altarraum sponheim_hinweisschild
Altarraum Hinweisschild
sponheim_decke sponheim_gedenktafel
Deckengewölbe Gedenktafel
Ansprechpartner vor Ort:
Küsterin: Frau Hemp
Organist: Herr Spira

Merken